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Historie

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Vereinschronik

 

Das 100-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe der Schützengesellschaft Deutsch-Haus Gangkofen e. V., soll uns Anlass geben, einen Rückblick in die Vereinsgeschichte, seit der Gründung im Jahre 1913, zu halten.

Der Schützenverein ist in der glücklichen Lage, dass alle Protokolle über die Gründung des Vereins im Original vorhanden sind. Die handschriftlichen Aufzeichnungen sind in altdeutscher Schrift verfasst. Das erste Protokoll vom 23.10.1913 wurde auf den folgenden Seiten in lateinischer Schrift übersetzt.

Wie aus dieser Niederschrift ersichtlich ist, war somit das Fundament des Vereins gelegt.

Am 26. und 27.10.1913 fanden weitere Sitzungen des provisorischen Ausschusses statt, bei dem die Satzung, die Statuten sowie die Schieß- und Zielerordnung festgelegt und die erste Generalversammlung vorbereitet wurden.

Die erste Generalversammlung fand am 29.10.1913 um 19 Uhr statt. Hier wurde die vorgelesene Satzung von den anwesenden Schützenfreunden genehmigt und auch die erste offizielle Vorstandschaft des Vereins gewählt:

 

1. Schützenmeister Georg Stader 5 Stimmen
2. Schützenmeister Otto Lingg 5 Stimmen
Kassier Alber Nefzger 4 Stimmen
Schriftführer Thomas Boxhammer 6 Stimmen
Ausschussmitglieder Hans Rückerl
6 Stimmen
Karl Kürmeier 4 Stimmen

 

 

 

 

 

                                   

Der erste Schießabend auf dem neu errichteten Schießstand wurde auf den 05.11.1913 (Mittwoch) festgelegt, bei dem sich 13 Herren beteiligten.

Am 03.12.1913 wurde ein Eröffnungspreisschießen, bei dem Spanferkelportionen als Preise ausgeschossen wurden, durchgeführt.

Bei einer Ausschusssitzung am 03.01.1914 wurde beschlossen, in Zukunft eine maskierte Faschingsveranstaltung abzuhalten.

Des Weiteren wurden die Anschaffung eines Gesellschaftsstutzens sowie die Aufführung von Bauernkomödien entschieden.

Ein maskiertes Tanzkränzchen mit Familienunterhaltung fand erstmals am 08.01.1914 in den schön dekorierten Räumlichkeiten des Gasthauses Kürmeier, Bergstraße 1, statt.

Diese Veranstaltung fand bei der Bevölkerung so großen Anklang, dass einige Gäste wegen Überfüllung vor der Türe umkehren mussten.

Auf dem Programm standen unter anderem komische Vorträge, Duette, ein Kasperltheater sowie ein Glückshafen und auch die Kapelle Gassner trug viel zur Erheiterung bei.

Als Gewinn der Veranstaltung ist laut Protokoll „das schöne Sümmchen von 131,95 Mark“ verzeichnet.

Nach dem Ausbruch des 1. Weltkriegs im Juli 1914 wurde der Schießsport eingestellt.

Die stattliche Anzahl von 29 Mann musste aus dem noch jungen und kleinen Verein die Heimat verlassen und einer ungewissen Zukunft entgegen sehen. Das Gewehr, das sie in so manchen friedlichen und vergnügten Stunden auf die Zielscheiben richteten, mussten sie nun auf Menschen richten. Auf Menschen die genau so unschuldig waren, als die Scheiben im Schießstand. Drei der eingezogenen Mitglieder kehrten nicht mehr zurück.

Die erste Ausschusssitzung nach dem Kriegsende 1918 wurde am 08.01.1919 einberufen. Der Vorstand Georg Stader eröffnete die Sitzung und begrüßte die Anwesenden Herren nach beinahe 5-jähriger Pause.

Hierbei wurde einstimmig beschlossen, den Verein weiter zu führen und am 22.01.1919 eine außerordentliche Generalversammlung mit Neuwahlen einzuberufen.

Der Kassenstand wies bei der Generalversammlung einen Betrag von 22,60 Mark auf und 5 Herren wurden neu in den Verein aufgenommen.

Der erste Schießabend nach der Zwangspause fand am 29.01.1919 statt. Fröhlichkeit und Humor bestimmten den Abend mit viel Eifer am Schießstand.

Eine vom Vorstand Georg Stader gestiftete Ehrenscheibe wurde vom Schützenbruder Albert Nefzger gewonnen.

Am 26.02.1919 fand wieder das bereits beschlossene Tanzkränzchen mit verschiedenen Aufführungen im Herbergslokal Kürmeier statt.

Erstmals wurde am 29.12.1919 ein Sylvesterschießen abgehalten, bei dem auch die Damen eingeladen waren. 26 Herren und 18 Damen fanden sich hierzu am Schießstand ein.

Dieses traditionelle Schießen wird auch heute noch unter dem Namen „Neujahrs- oder Fleischschießen“ durchgeführt.

Bei einer im Juli 1923 anberaumten Ausschusssitzung wurde einstimmig beschlossen, am 13.08.1923 ein Sommerschießen abzuhalten.

Dieses Sommerschießen fand großen Anklang, so dass dies auch in den folgenden Jahren wiederholt wurde.

Mit Abhaltung des Gauschießens des Gaues Eggenfelden vom 05. bis 08.09.1925 trat die Schützengesellschaft Deutsch-Haus Gangkofen zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.

Als Schießplatz wurde der Höger-Keller auserkoren, der mit 10 Ständen und einer Gerüsthalle ausgestattet wurde.

Es beteiligten sich insgesamt 79 Schützen und es ergab sich aus dieser Veranstaltung ein Überschuss von insgesamt 85,00 Mark.

Große Ehre wurde dem damaligen Kassier Georg Stader zuteil, als er beim Oktoberfestschießen 1926 von Ihrer königlichen Hoheit Prinz Alfons, das Prinz-Alfons-Zeichen in Gold überreicht bekam.

Insgesamt nahmen 8 Schützen der Schützengesellschaft Deutsch-Haus mit beachtlichem Erfolg an diesem Schießen teil.

Ab 1929 setzte eine noch stärkere Beteiligung bei auswärtigen Preisschießen ein.

Bald kamen aus dem Verein hervorragende Schützen wie Stefan Forster sen., Franz-Xaver Paintner sen., Vitus Hechl, Max Fickenscher und Hans Moser jun. hervor.

Es wurden viele Preise und Ehrungen nach Gangkofen geholt und der Verein wurde bis über die Grenzen des Gaues hinaus bekannt.

Für eine außerordentliche Generalversammlung am 23.11.1933 ist folgendes im Protokollbuch vermerkt:

„Die Führerwahl der Zimmerstutzengesellschaft Deutsch-Haus Gangkofen wurde, nach vorschriftsmäßiger Anordnung des Bayerischen Schützenbundes am 23.11.1933 durchgeführt. Grundbedingung ist, dass der als Führer bestimmt wird, nationaler Gesinnung ist.

Ergebnis: Führer Stefan Forster mit 19 Stimmen von 22 abgegebenen Stimmen“.

Anlässlich des 1. Volksfestes in Gangkofen wurde vom Schützenverein vom 06. bis 16.07.1935 ein großes Volksfestschießen organisiert, das von insgesamt 143 Schützen besucht wurde.

Bei dem zu diesem Anlass durchgeführten Schützenzug wurde auch die neue Vereinsfahne enthüllt.

Zu dem großen Erfolg des Volksfestschießens trugen auch die hiesigen Geschäftsleute, Gönner und Freunde des Gangkofener Schießsports durch Spenden und Ehrengaben bei.

Das 25-jährige Bestehen des Vereins wurde mit einem Gartenfest im Marktgarten am 10.07.1938 und einem großen Jubiläumsschießen vom 09. bis 17.07.1938 gefeiert. An den zwölf Schießständen in der alten Turnhalle Gangkofen schossen insgesamt 140 Schützen.

Beim Volksfestschießen 1939 beteiligten sich 100 Schützen. Es war die letzte Veranstaltung vor Beginn des 2. Weltkriegs.

Während der Kriegsjahre von 1939 bis 1945 erlahmte der Schießbetrieb erneut.

Im Protokollbuch ist für diesen Zeitraum nur folgende Eintragung vorgenommen:

Am 06.06.1940 wurde die letzte außerordentliche Generalversammlung abgehalten, bei der der Schützenkamerad Stefan Forster weiterhin als Vorstand bestellt wurde.

Die nächste Niederschrift erfolgte erst wieder am 16.11.1950. Geleitet wurde die Versammlung vom 2. Vorstand Franz-Xaver Paintner, da der amtierende 1. Vorstand Stefan Forster sen. am 24.08.1950 verstorben war.

Das Vereinsleben musste nun wieder neu aktiviert werden. Besonders erfreut war man über eine Anzahl junger Interessenten am Schießsport, die ihren Beitritt zur Schützengesellschaft erklärten.

Mit überwiegender Stimmenmehrheit wurden von den 31 anwesenden Mitgliedern gewählt:

  1. 1.Vorstand und SchützenmeisterFranz Xaver Paintner
  2. 2.Vorstand und SchützenmeisterHans Moser

Kassier                                                        Max Fickenscher

Schriftführer                                            Stefan Forster jun.

Der Beginn des Schießens wurde auf den 30.11.1950, 19.30 Uhr, im Vereinslokal Friedlsperger, Bergstraße 1, festgesetzt. Die weiteren Schießabende sollten dann jeden Donnerstag im Vereinslokal durchgeführt werden.

Der neu gewählte 2. Schützenmeister Hans Moser wurde beauftragt, die Wiederaufnahme des aktiven Schießsports der Schützengesellschaft Deutsch-Haus Gangkofen beim Amtsgericht Abt. Registergericht anzumelden.

Die Eintragung ins Vereinsregister des Amtsgerichtes erfolgte am 19.12.1950.

Es kam nun durch das Verbot der Feuerwaffen das Luftgewehr zu seiner Geltung. Ein neues Zeitalter des Schießsports begann.

Vom 15. bis 19.03.1951 wurde ein Josefi-Schießen veranstaltet, an dem sich 100 Schützen aus Gangkofen und der näheren Umgebung beteiligten. Gewinner dieses Schießens wurde Karl Gratzl aus Hölsbrunn, dem kurz darauf mit dem Erringen des Bayerischen Jugendmeisters-Titels ein beachtlicher Erfolg gelang und vom damaligen Münchener Oberbürgermeister, Thomas Wimmer, die Glückwünsche entgegen nehmen durfte.

Das 2. Gauschießen des Schützengaues Eggenfelden, verbunden mit dem Volksfest und dem „Stefan Forster sen.-Gedächtnisschießen“ wurde vom 03. bis 12.07.1953 in der alten Turnhalle Gangkofen an 15 modernen, automatischen Ständen ausgerichtet. An diesem Schießen beteiligten sich 302 Schützen.

Die Schützengesellschaft Deutsch-Haus überbrachte 1956 dem damals amtierenden Bundeskanzler Konrad Adenauer die besten Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag. Hierzu bedankte sich der Bundeskanzler persönlich mit einem kurzen Dankschreiben.

Der erste Vereinsausflug ging am 25.08.1957 nach St. Johann in Tirol, Österreich, um den langjährigen Schützenkameraden Xaver Blimetsrieder zu besuchen.

Das Josefi-Schießen 1958 fand in einem größeren Rahmen statt und so wurde an 10 Ständen im Kerscher-Saal unter einer Beteiligung von 163 Schützen geschossen.

Im Jahr 1959 wurde eine vorübergehende Verlegung der Schießanlage in den Saal des Gasthofes Höger am Marktplatz vorgenommen.

In der Generalversammlung vom 20.10.1960 würdigte 1. Schützenmeister Franz Xaver Paintner die Verdienste des plötzlich verstorbenen Max Fickenscher, der über 30 Jahre der Vorstandschaft der Schützengesellschaft angehörte.

Fleißige Schützen scheuten daher nicht zurück, ein „Max Fickenscher-Gedächtnisschießen“, in Verbindung mit einem Jubiläums- und Geburtstagsschießen in einem großen Rahmen vorzubereiten.

Mit dem Josefi-Schießen, welches vom 15. bis 19.03.1962 an 16 Ständen im Kerscher-Saal durchgeführt wurde, nahm die Reihe der traditionellen Veranstaltungen ihren Fortgang.

Bei der Generalversammlung am 26.09.1963 wurden die Mitglieder von Schriftführer Stefan Forster jun. daran erinnert, dass vor genau 50 Jahren eine Hand voll Männer im gleichen Lokal die Schützengesellschaft Deutsch-Haus gründeten.

Seit dem Gründungsjahr seien die Protokolle lückenlos vorhanden und beim Durchblättern dieser Berichte sei es erfreulich festzustellen, wie der Schützengeist und die Schützentradition von Generation zu Generation weitergereicht wurden.

Seinen Bericht schloss Stefan Forster mit dem Aufruf „wollen wir alle dazu beitragen, dass dieser echte Schützengeist und diese gute Schützenkameradschaft nicht zum Erliegen kommt“.

Sportwart Ernst Kannowski gab bekannt, dass er eine Jugendgruppe aufziehen wolle. Die Versammlung stimmte diesem Vorschlag zu und einigte sich darauf, von den Jugendlichen keinen Vereinsbeitrag zu kassieren.

Aufgrund der nicht gerade rosigen Kassenlage sei es laut Kassier Otmar Edenhofer zu begrüßen, wenn eine gewinnbringende Schießveranstaltung abgehalten würde.

So wurde vom 30.04. bis 10.05.1964 an 24 Scheibenzuganlagen im Kerscher-Saal ein Preisschießen durchgeführt, zu dem 538 Schützen in Gangkofen begrüßt werden konnten.

Mit einem Eröffnungs- und Josefi-Schießen vom 12. bis 22.03.1970, an dem 264 Schützen teilnahmen, wurde eine neue Schießanlage mit 10 Ständen und ein neu renoviertes Vereinslokal im Gasthaus Friedlsperger seiner Bestimmung übergeben.

Mit der Durchführung und dem reibungslosen Ablauf der sportlichen Großveranstaltung, dem „Gau-Jubiläums- und Franz Xaver Paintner- und Matthias Böck-Gedächtnisschießens“ vom 29.04. bis 11.05.1975 unter dem Ehrenprotektorat von Landrat Ludwig Mayer und der Schirmherrschaft von Bürgermeister Dr. Martin Oswald krönten die Deutsch-Haus-Schützen ihre aktive Tätigkeit. Mit diesem Schießen wurde auch das 60-jährige Bestehen der Schützengesellschaft Deutsch-Haus Gangkofen gefeiert.

Es war ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Den Bemühungen des damaligen 2. Schützenmeisters Fritz Seitz war es zu verdanken, dass der Verein die Eierhalle an der Eggenfeldener Straße als Schießanlage nutzen konnte. Damit war die Grundlage für die Durchführung in diesem großen Rahmen geschaffen. Die herrlich dekorierte Halle mit 50 automatischen Ständen für Luftgewehr und Luftpistole begeisterte ausnahmslos die 830 erschienenen Schützinnen und Schützen. Damit war eine Rekordbeteiligung bei einem Preisschießen in Gangkofen erreicht.

Vom 19. bis 27.11.1976 wurde der Wanderpokal des Landrats Ludwig Mayer im Gasthof Friedlsperger ausgeschossen. Über 500 Schützen kämpften um den Landkreispokal. Den Gangkofener Schützen wurde für das vorbildlich durchgeführte Schießen Dank und Anerkennung gezollt.

In der Luftgewehrklasse siegten die Bergschützen Voglarn, bei den Luftpistolenschützen die Faustfeuerschützen Taufkirchen.

Am 12.05.1979 fand ein Freundschaftsschießen zwischen den Deutsch-Haus-Schützen und den Rimbachtaler Diepoltskirchen statt. Dabei wurden die jeweils zehn besten Schützen gewertet. Das Schießen gewann Gangkofen mit 1731 zu 1692 Ringen.

1980 wurde die Schießanlage im Gasthaus Friedlsperger mit zehn elektrischen Zugständen auf den neuesten Stand gebracht. Voller Stolz nahmen die Schützen mit einem internen Eröffnungsschießen die Anlage in Betrieb.

Zum Jahresende 1982 kam eine Anfrage des Schützenvereins Großsachsenheim aus dem Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg, ob die Deutsch-Haus-Schützen Gangkofen eine Patenschaft zur Fahnenweihe übernehmen würden und zugleich bot man an, auch in Zukunft als Patenverein zu fungieren.

Da die beiden Orte bereits seit 1479 u. a. durch Prechthold von Sachsenheim, der die Deutschordens-Kommende Gangkofen als Komtur leitete und wiederbelebt durch die 500-Jahr-Feier im Jahr 1979 in Verbindung standen, nahmen die Deutsch-Haus-Schützen den ehrenvollen Antrag an.

Es folgte im Frühjahr 1983 das Patenbitten der Großsachsenheimer in Gangkofen, das mit einem guten Kennenlernen beider Vereine endete.

Mit dem Gegenbesuch am 04./05.06.1983 wurde die neue Freundschaft, anlässlich der Fahnenweihe zum 30-jährigen Bestehen des Schützenvereins Großsachsenheim, weiter vertieft.

Zwischenzeitlich besuchten sich die beiden Vereine des Öfteren und es entstanden freundschaftliche Beziehungen.

Bei den Neuwahlen 1983 stellte Hans Moser nach 15 Jahren sein Amt als Schützenmeister zur Verfügung. Matthäus Wagenhofer wurde zum 1. Schützenmeister gewählt und Hans Moser zum Ehrenschützenmeister ernannt.

Im Dezember 1983 fand anlässlich des 70-jährigen Bestehens eine Jubiläumsfeier sowie ein Jubiläumsschießen statt.

Zum 75-jährigen Bestehen des Vereins wurde vom 06. bis 16.09.1988 ein Jubiläumsschießen abgehalten. Es beteiligten sich 236 Schützen.

Den feierlichen Abschluss bildete eine Festveranstaltung im Saal des Bayerischen Hofes.

Im Mai 1985 fand ein Freundschaftsschießen zwischen der SG Deutsch-Haus und den Frohsinn-Schützen Wolfsegg statt, das Gangkofen für sich entscheiden konnte.

Auch mit der Schützenabteilung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Gangkofen wurden des Öfteren Vergleichsschießen abgehalten.

1989 wurde das Vereinslokal, das Gasthaus Friedlsperger, leider verkauft und der Schützenverein musste sich eine neue Unterkunft suchen. Diese fand man im Vereinshaus Gangkofen. Die Umbauarbeiten und der Umzug zogen sich lange hinaus, so dass der 1. Schießabend im Vereinshaus erst am 26.10.1989 unter Beteiligung von 27 Schützen stattfinden konnte. Der neue Schießstand war mit 10 automatischen Ständen im großen Saal und 4 Ständen im Keller ausgestattet.

Im November 1991 besuchten die Gangkofener Schützen wieder ihre Schützenfreunde in Großsachsenheim und pflanzten im Garten des Schützenhauses als Zeichen der Freundschaft eine kleine Linde, die mittlerweile zu einem stattlichen Baum herangewachsen ist.

Anlässlich der 10-jährigen Freundschaft zwischen der Schützengesellschaft Deutsch-Haus Gangkofen und der Schützengesellschaft Großsachsenheim fand am 28.09.1992 ein Herbstweinfest im Vereinshaus Gangkofen statt.

Am 20.07.1999 verstarb der Ehrenschützenmeister Hans Moser im Alter von 87 Jahren.

Im Januar 2001 wurde zum ersten Mal der von Franz Boxhammer jun. gestiftete „Kellerpokal“ ausgeschossen. Als erster gewann Georg Moser den Wanderpokal.

Dieses Schießen wurde insgesamt sechs Mal wiederholt.

Im Sommer 2001 fand zum ersten Mal der gut besuchte Flohmarkt statt, der bis heute einmal jährlich unter der Federführung von Walter Nitsche organisiert wird.

In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 11.07.2002, in der 40 Mitglieder anwesend waren, wurde mit 36 Ja-Stimmen dem Neubau eines Schützenhauses zugestimmt.

Und so begann das wohl größte und spannendste Kapitel in der Vereinsgeschichte, der Bau des Schützenhauses, am 28.09.2002 mit dem traditionellen Spatenstich (siehe Abschnitt „Der Schützenhausneubau“).

Für den im Juli 2002 zurückgetretenen 1. Schützenmeister Karl Müller wurde in der Generalversammlung am 26.09.2002 Josef Thanner zum 1. Schützenmeister gewählt.

Am 06.07.2003 verstarb das langjährige Ehrenmitglied Fritz Seitz im Alter von 77 Jahren. Er war über 50 Jahre aktives Mitglied und konnte einige Schützenkönigs- und Vereinsmeistertitel vorweisen.

Die Einweihung des neuen Schützenhauses in Verbindung mit dem 90-jährigen Jubiläum des Vereins wurde feierlich am 13./14.09.2003 unter Beteiligung unseres Patenvereins aus Großsachsenheim und der ortsansässigen Vereine begangen.

Die erste Generalversammlung im neuen Heim fand am 25.09.2003 statt.

Am 27./28.09.2003 besuchten wir mit einer Abordnung unsere Schützenfreunde in Großsachsenheim anlässlich des 50-jährigen Bestehens unseres Patenvereins.

Die erste Bockbierparty wurde am Faschingsdienstag 2004 abgehalten. Aufgrund des großen Erfolgs wurde diese Veranstaltung in den Jahreskalender der Schützen aufgenommen und ist aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.

Das erste Gemeindeschießen unter Beteiligung von 31 Mannschaften wurde vom 29.04. bis 01.05.2004 durchgeführt. Als 1. Preis wurde von der Marktgemeinde ein Zinnteller gestiftet, der als Wanderpokal im Besitz der Schützengesellschaft Deutsch-Haus verbleibt. Erster Sieger dieser neuen Veranstaltung war die DAV-Sektion Gangkofen.

Aufgrund des guten Anklangs bei der Bevölkerung, wird dieser Wettkampf mittlerweile jährlich jeweils im September zu Beginn der neuen Schießsaison ausgetragen und gehört schon fest zur Tradition des Vereins. Erfreulicherweise hat sich die Zahl der teilnehmenden Teams inzwischen fast verdoppelt.

Am 06.11.2004 wurde zum ersten Mal ein Weinfest des Schützenvereins organisiert, welches auch die darauffolgenden Jahre bis 2008 statt fand.

Das 33. Landkreispokalschießen unter der Schirmherrschaft von Landrätin Bruni Mayer wurde im November 2005 im neuen Schützenhaus der Gangkofener Schützen ausgetragen. Die Eröffnung erfolgte am 09.11.2005 durch den stellvertretenden Landrat Richard Findl, Bürgermeister Johann Wamprechtshammer und 1. Schützenmeister Josef Thanner.

Die Kaiserkannen des Landkreises Rottal-Inn gewannen in diesem Jahr die Bergschützen Voglarn (Luftgewehr) und die Grubentauber Steffelsöd (Luftpistole). Insgesamt traten 775 Starter in 150 Mannschaften an.

Am 04.02.2006 fand der erste Schützenball im neuen Schützenhaus unter dem Motto „Märchen“ statt. Bis einschließlich 2005 wurden die Faschingsveranstaltungen noch im Vereinshaus Gangkofen abgehalten.

Das Gaudamenschießen des Schützengaues Rottal wurde am 22./23.09.2006 in Gangkofen ausgetragen. Hieran beteiligten sich 99 Schützinnen. Lokalmatadorin Elke Zitzmann konnte mit 378 Ringen einen hervorragenden 3. Platz erringen.

Der von Andreas Daschinger geschaffene und gestiftete Wanderpokal „Rostiger Anderl“ wurde am 08.05.2008 unter Beteiligung von 35 Schützen zum ersten Mal ausgeschossen. Gewinnerin war Elke Zitzmann. Auch dieses Schießen ist zum Abschluss des Vereinsjahrs nicht mehr wegzudenken.

Am 11.06.2009 wurde der erste Sommerbiathlon bestehend aus den Disziplinen Laufen/Walken und Schießen durchgeführt. Diesen Wettbewerb konnte Andreas Bauer für sich entscheiden.

Auch dieser Wettkampf erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Vom 26./27.09.2009 statteten wir unserem Patenverein Großsachsenheim erneut einen Besuch ab.

Im Juni 2010 wurde ebenfalls wieder unter großer Eigenleistung eine PV-Anlage auf der Ostseite des Schützenhausdaches montiert.

Im Dezember 2010 wurde zum ersten Mal ein Nusserlschießen für die Jungschützen organisiert. Dabei durften sie auf präparierte Nüsse, die an einem Tannenbaum befestigt waren, schießen. Für die treffsicheren Jugendlichen gab es bei der anschließenden Siegerehrung Sachpreise zu gewinnen.

Im November 2011 wurde mit der Anschaffung eines Lichtgewehrs ordentlich in die Nachwuchsarbeit der Schützengesellschaft Deutsch-Haus investiert. So können nun bereits Schüler ab 6 Jahren am Schießsport teilnehmen. Dieses Angebot wird von unseren Kleinsten sehr gut angenommen.

Im Dezember 2011 kam dann für die Jugendlichen zum Nusserlschießen noch ein Nikolausschießen hinzu, bei dem es als Prämie je nach Schießergebniss verschieden große Schokonikoläuse zu gewinnen gibt.

Seit Jahrzehnten ist man bei den Deutsch-Haus-Schützen bemüht, die Jugend für den schönen Schießsport zu begeistern. Es wurden bislang keine Kosten und Mühen gescheut, den Jugendlichen den Schießsport näher zu bringen.

Die Betreuung der Jugend wurde in den früheren Jahren von Josef Bauer und Herbert Mörtl übernommen.

Seit vielen Jahren hat dieses Amt unser Ausnahmeschütze Hans Zitzmann mit seiner ruhigen Art und einer außerordentlichen Erfahrung im Schießsport inne.

Seiner hervorragenden Nachwuchsarbeit ist es zu verdanken, dass derzeit eine verheißungsvolle Schüler- und Jugendgruppe heranwächst, die bereits etliche Erfolge vorweisen kann.

Zur Unterstützung bei seiner Trainertätigkeit stehen ihm die Vereinsübungsleiter Michaela Aigner, Reinhard Aschl, Andreas Bauer, Klaus Golzheim, Stefanie Högl, Heide Schmilinsky, Franz Wöcherl und Sportleiter Gerald Weindl zur Seite.

Damit auch die Erwachsenen nicht zu kurz kommen, wurde am 20.12.2012 ein Wichtelschießen veranstaltet, bei dem man sich ein Überraschungspäckchen erschießen konnte.

Die langen Traditionen der Neujahrsschießen (Fleischschießen), der Schützenbälle bzw. -kranzl, der Eierschießen zu Ostern und der Kirchweihschießen rissen bis zum heutigen Tage nicht ab

Die in den letzten Jahren eingeführten neuen Pokal- und Preisschießen, wie der „Rostige Anderl“, das Nusserl- und Nikolausschießen der Jugend und das Wichtelschießen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Natürlich freuen sich die Schützen auch, wenn von Mitgliedern gestiftete Geburtstags-, Hochzeits- oder Kindstaufscheiben ausgeschossen werden.

Auch der gesellschaftliche Aspekt sollte in den Schützenvereinen nicht zu kurz kommen und so gehören diverse Veranstaltungen wie die Bockbierpartys und die Sommerbiathlons mittlerweile zum festen Bestandteil des Vereinslebens.

Im Fasching waren die Schützen mit ihren Auftritten wie z. B. die „Schützen-Hofsänger“, die „Ballettmädchen“, die „Großkopferten“, die „CanCan-Girls“, die „Bauchtanzgruppe“ , die „Enten“, „Schneewittchen und die 7 Zwerge“, „Asterix und Obelix“, „Musical-Tour“, „Jung und Alt“ u. v. m. immer eine besondere Attraktion auf den Schützenbällen und Bockbierpartys und so beteiligte man sich auch an so manchen Gangkofener Faschingsumzügen.

Die Schützengesellschaft Deutsch-Haus beteiligt sich seit 1995 auch am jährlichen Ferienprogramm der Marktgemeinde Gangkofen, bei dem die Kinder an einem Nachmittag in den Schießsport „schnuppern“ können.

In den vergangenen Jahren wurden auch immer wieder Ausflüge z. B. zum Kernkraftwerk Isar 1, ins Druckzentrum der Passauer Neuen Presse in Sperrwies, in das Müllheizkraftwerk Burgkirchen, zu Werksbesichtigungen bei Wacker Burghausen und BMW Dingolfing, eine Schiffahrt auf der Donau, eine Plättenfahrt auf dem Inn bei Schärding, eine Brauereibesichtigung der Brauerei Graf Arco in Adldorf und die Besichtigung der neuen JVA Landshut unternommen.

Es ist zu wünschen, dass die Schützinnen und Schützen auch nach 100 Jahren weiterhin mit viel Eifer und Freude ihren Sport ausüben und auch künftig immer wieder neue Mitglieder für den Schießsport begeistert werden können.